Warum ich so gern mit Petfluencern arbeite

Persönliches

Ich bin verliebt. Sehr sogar. Vor über drei Jahren hat ein junger Mann mein Herz geraubt und seitdem alles auf dem Kopf gestellt. Sein Name ist Gustav. Er hat riesige Ohren, eine große Stupsnase, kurze Beine, aber dafür gigantische Füße.

Gustav ist mein Hund, ein Petfluencer und Podcaster. Er ist ein englischer Bassethound und definitiv der Star in der Familie. Er liebt einfach die Kamera und vor allem das Posieren vor ihr. Sein Blick dabei ist jedes Mal zum Totlachen, denn er strahlt eine Coolness aus, die auch den stärksten Kerl beeindrucken würde. Charisma ist definitiv ein Teil seiner Persönlichkeit, genauso wie Gemütlichkeit und das im Hier und Jetzt leben. Besonders Letzteres habe ich zugegeben erst durch Gustav gelernt. Das war auch längst überfällig und mit ihm fällt es mir sogar wahnsinnig leicht so zu sein. Überhaupt sind uns Fellnasen in vielem überlegen. Sie sind immer ehrlich und meistens ganz frei in ihrem Handeln. Das wirkt auf uns verkorkste Zweibeiner schon fast komisch, denn wir sind voll von Bildern im Kopf, Vorurteilen und Ängsten. Sie hingegen ziehen eben einfach ihr Ding durch ohne das kleine Männchen im Hinterstübchen, das laut ruft: „Oh Gott, was denken die anderen jetzt von mir“.

Seitdem Gustav da ist, ist mein Leben auf jeden Fall viel leichter und bunter geworden. Jeden Tag versuche ich die Welt ein bisschen mehr durch seine „rosarote Brille“ zu sehen, um den Ernst vor der Tür lassen. Und soll ich Dir was sagen, es funktioniert. Die Prioritäten haben sich ganz eindeutig verschoben und Besseres einfach nach oben rücken lassen.

Er hat mir außerdem wahnsinnig viel über meine Arbeit beigebracht. Das ist umso merkwürdiger, weil ich ja schon seit über 10 Jahren im Bereich Social Media und Influencer Marketing arbeite. Man könnte also sagen, ich bin ein alter Hase. Aber erst durch Gustavs Petfluencer-Dasein und sein Podcast-Hosting sind mir die entscheidenden Dinge im Bereich Kommunikation noch deutlicher geworden. Dafür bin ich unglaublich dankbar und möchte Dich an meinen Erkenntnissen nun teilhaben lassen. Ganz egal, was Du beruflich machst, ich bin mir sicher, dass auch Du von Deutschlands Petfluencern einiges lernen kannst. Bereit? Na, dann mal los?

In der Ruhe liegt die Kraft

Oh man, was für eine Floskel. Ja, das ist sie definitiv, aber mit einem wahren Kern. Wusstest Du nämlich, dass Tiere nicht so lange „arbeiten“ können, wie wir Menschen? Nicht mal ansatzweise. Meistens reicht Gustavs Aufmerksamkeitsspanne, um konzentriert etwas zu machen nur für 15 Minuten. Maximal. Danach braucht er ein Päuschen und das kriegt er auch. Ich muss daher den gesamten Content auf seinen Social Media Kanälen so planen, dass wir unter 15 Minuten fotografieren oder drehen können. Das klingt nicht viel, aber soll ich Dir was sagen, es geht. Wunderbar sogar. Viele unserer täglichen To Dos sind doch so aufgeblasen und mehr Schein als Sein. Effizienz ist der Schlüssel. Dank Gustav passe ich meinen kompletten Arbeitsalltag an unsere Bedürfnisse an. Nicht umgekehrt. Es ist immerhin unsere Zeit, die wir kostbar einsetzen sollten.

Lebe glücklich, lebe froh, wie die Maus im Haferstroh

Was ist der Gegensatz von Ernst sein? Richtig, Humor. Humor ist eine Eigenschaft, die oft unterschätzt wird. Dabei lachen wir doch alle gerne und jedes Lachen ist ein Türöffner. Tiere bringen diesen Humor automatisch mit. Ok, nicht immer freiwillig, aber sie sind in der Tat oftmals zu komisch. Gustav bringt nicht nur mich, sondern auch andere Menschen jeden Tag zum Lächeln. Selbst auf der Straße freuen sich viele ihn zu sehen, sprechen uns an und erzählen von ihren Erfahrungen mit Hunden. Er ist ein echter Brückenbauer und darauf bin ich unglaublich stolz. Gott sei Dank, ist er auch so herrlich unvoreingenommen und herzlich eingestellt. Da spricht der Hundemamastolz aus mir, aber es ist einfach schön so was zu erleben. Ganz besonders weil man ja heutzutage kaum einfach irgendjemanden so anspricht. Das macht man einfach nicht (mehr). Jeder stapft vor sich hin (ich übrigens auch) und macht sein Ding. Und dann kommen Fellnasen und reißen dieses Konstrukt mal einfach so um.

Auf Social Media ist es übrigens ähnlich. Auch da bringt Gustav die Leute zum lauten Lachen, Schmunzeln, sich freuen und Genießen. Ich habe noch nicht erwähnt, dass ausschließlich Gustav über seine Kanäle mit den Followern spricht. Ich bin nur zufällig die Frau, die mit ihm zusammenwohnt. Man muss sich das mal vorstellen, Erwachsene Menschen schreiben mit einem Hund und freuen sich einfach mit ihm. Ich finde das herrlich. Da schwappt jeden Tag so viel Herzlichkeit rüber zu uns. Einfach zu schön.

Wer mit Tieren zusammenarbeitet, hat eine Hürde zu meistern. Sie können nicht sprechen. Wir müssen uns also nonverbal ausdrücken. Aber genau darin liegt die Ursache, das Tiercontent zu den Beliebtesten auf Social Media gehört. Er berührt uns anders, eben weil „Stille“ herrscht und um die Ecke gedacht werden muss. Storytelling wird das im Marketingjargon genannt und dann werden doch wieder nur platt Produkte in die Kamera gehalten. Das ist so schade, denn Menschen lieben Geschichten. Gustav hat meine Kreativität nochmal ganz neu beflügelt. Es gibt eigentlich kein Thema, dass wir nicht auf Social Media umsetzen können. Daher sprechen wir im Bereich Petfluencer-Marketing auch fast durchweg mit Unternehmen, die keine Tierprodukte im Sortiment haben. Die Menschenprodukte kann er nämlich viel besser/ lustiger einbinden. Im europäischen Ausland und Amerika ist das übrigens schon viel geläufiger. Wir in Deutschland sind da noch ganz am Anfang. Das bedeutet aber, das Unternehmen, die jetzt damit starten, mehr Chancen haben positiv wahrgenommen zu werden. Ich selbst spreche gerade ganz viel mit Unternehmen nicht nur über Gustav, sondern über größere Petfluencer-Kampagnen. Das Feedback ist immer überragend. Alle lechzen nach was Neuem und vor allem Schönen. Genau das können Petfluencer ganz wunderbar.

 

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Teamwork makes the dream work

Wer ein Haustier hat, muss genau wie mit einem Menschen auch, Kompromisse eingehen. Allein vor sich hin rumwurschteln und niemanden Rechenschaft schuldig zu sein, geht da einfach nicht mehr. Über Nacht wird aus dem Ich ein Wir, und zwar mit allem, was dazu gehört. Und glaube mir, Gustav zeigt sehr deutlich, was ihm gefällt und was nicht. Er kann zwar nicht hörbar sprechen, das braucht er aber auch gar nicht, um seinen Willen durchzusetzen. Man versteht ihn aber auch so. Sehr deutlich sogar. Der Grund für dieses Verständnis ist eine Bindung, die alles überschattet. Ich glaube, jeder Tierhalter wird mir da zustimmen, dieses blinde Vertrauen auf beide Seiten ist etwas ganz besonderes. Mehr Team geht nicht. Wahrscheinlich liegt es tatsächlich sogar an der Natur des Hundes. Er hat das „Rudel-Gen“ ja quasi im Blut hat, so dass er dieses Wir-Gefühl ganz automatisch auf andere überträgt. Nicht umsonst sind Bürohunde immer häufiger zu sehen. Sie sorgen für Pause, gute Stimmung, Streicheleinheiten und die Prise Witz.

Auf Social Media sieht man auch viele so unglaublich schöne Hund-Mensch-Beziehungen. Selbst von außen hat man das Gefühl ein Teil des jeweils anderen „Rudels“ zu sein, nimmt Anteil und freut sich. Dieses Phänomen zeigt besonders ein erst vor wenigen Tagen sehr trauriges Ereignis. Einer der bekanntesten Petfluencer weltweit ist von uns gegangen. Momo ist sein Name. Auch Gustav und ich waren zu Tränen gerührt nach all den Jahren Tschüss sagen zu müssen, aber gleichzeitig auch so dankbar, wie liebevoll sein Mensch uns als Follower auf den letzten Schritten eingebunden hat. Ich weiß nicht, ob ich diese Kraft hätte, aber Andrew hatte sie. Momo und Andrew waren ein ganz besonderes Team, sie haben die ganze Welt bereist, Bücher geschrieben und vieles mehr. Die riesige Anteilnahme zeigt, wie nah wir alle an ihren Leben dran waren. Ich kann nur jedem empfehlen, die vielen von Herzen kommenden Kommentare unter diesem Beitrag hier zu lesen, um zu verstehen, was ich meine.

 

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Ohne Bäume hätte Gustav ein Problem

Wir Hundemenschen müssen raus, und zwar bei jedem Wind und Wetter. Das ist kein Mythos, sondern unser Alltag. Daher spreche ich auch wahnsinnig viel mit Unternehmen, die in irgendeiner Form wetterfeste Kleidung, Make-up oder ähnliches anbieten, denn das ist wirklich ein Thema bei uns. Was allerdings noch ein viel größeres Thema ist, ist generell der Bezug zur Natur. Viele von uns fahren nämlich häufig richtig raus mit ihren Fellnasen, damit sie ganz ursprünglich über Feld, Wald und Wiesen flitzen können. Gustav und ich gehören auch dazu. Er liebt den Wald. Das ist einfach sein Terrain, wo er so richtig aufgeht. Kein Wunder, er ist schließlich ein Meute-Hund. Ohne diese Wälder wäre er weniger glücklich, ergo mein Umweltbewusstsein hat sich durch ihn nochmal enorm gewandelt. Schließlich liegt mir Gustavs Wohl sehr am Herzen. Ich möchte einfach, dass wir, aber auch jede andere Fellnase jetzt und in Zukunft dieses Glück genießen können. Das war vor Gustav zwar auch schon so, aber das regelmäßige Aktivsein in der Natur hat das nochmal enorm verstärkt. Wir haben daher zuhause viele Dinge angepasst und nachhaltiger gestaltet. Was Gustav aber in seiner „Funktion“ als Petfluencer immer verstärkter zeigt, ist wie schön Mutter Natur eigentlich ist und dass es sich lohnt für die Bäume, Seen oder Bienen Dinge zu ändern.  Es ist keine pedantische Art und Weise die Leute zu erziehen. Das steht ihm auch gar nicht zu. Er kann begeistern, mitreißen und eben inspirieren. Genau das tut nämlich jeder Petfluencer.

Was bleibt nach diesen fünf ganz unterschiedlichen Punkten? Sind Tiere oder Petfluencer einfach die besseren Menschen? Nein, natürlich sind sie das nicht. Sie sind aber ein wunderbarer Spiegel für uns selbst und der beste Grund diese Welt noch besser zu machen. Wir können von ihrer Ehrlichkeit so viel lernen und uns bestenfalls selbst aneignen; ganz egal ob privat oder auch beruflich. Nicht wahr?

SALUT Communications ist eine digitale Beratungsagentur mit Sitz in der schönen Hansestadt Hamburg. Wir zeigen großen und kleineren Unternehmen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz, dass Digitalisierung nicht nur technisches Know How bedeutet, sondern vielmehr mit den Menschen selbst zu tun hat. Was macht Dein Unternehmen aus und wie kannst Du das auf Social Media übertragen. Wir zeigen es Dir. 

Du hast Fragen jeder Art, dann melde Dich immer gerne bei uns.

Geschrieben von Mary Rudloff