Werde zum Chefredakteur Deines Online-Magazins

Warum Du Deinen Instagram-Account als

Online-Magazin denken solltest

 

Hoch die Hände, wer als junges Mädchen auch davon träumte Chefredakteurin der VOGUE zu werden? Ich bin mir sicher, es würden tausende Arme hochgehen, wenn sie diese Frage lesen würden.

Ich war sogar so fest davon überzeugt, dass ich es bei jedem Familientreffen lauthals in die Runde warf. Gut zwischendurch hatte ich auch meine Tierärztinnenphase, aber ich kam immer wieder auf den Wunsch des redaktionellen Arbeitens zurück.

Meine Oma belächelte meine Träume von damals und heute immer sehr und wirft mir gerne vor, ich würde viel zu hochgreifen in allem was ich tue. Oma, ich muss Dich enttäuschen. Zwar hat es für die VOGUE nicht gereicht, (was im Nachhinein auch gut ist) aber ich leite dennoch ein Magazin. Ach, was sag ich, aktuell sind es sogar Vier.

Sagt also Hallo zu mir, ich bin Mary-Ellen und Chefredakteurin von vier Instagramkanälen.

„Hallo, Mary-Ellen!“

Die Perspektive eines Magazins bedeutet Struktur, Planung und Verantwortung für meinen Instagramaccount.

Selbstverständlich ist diese Art des Schreibens doch ein wenig anders als das der echten VOGUE-Chefin. Aber es gibt auch Parallelen.

Die Erkenntnis, Instagram als eigenes Online-Magazin zu sehen, hat auf jeden Fall vieles in meiner Arbeit verändert, und zwar zum Positiven. Es ist kein abstraktes Ding, wo Bilder zu finden sind. Nein, als Magazin hat es Struktur und feste Themen. Ich übernehme als Chefredakteurin außerdem mehr Verantwortung für meine Postings und überlege genau, was ich sagen möchte. Was es aber auch mit sich brachte, ist jede Menge Spaß.

Eine kreative Spielwiese zum Austoben

Es ist großartig etwas von ganz vorne gestalten zu können. Jeder Account ist immer auch eine weiße Leinwand und ich allein darf sie mit Leben befüllen. Darum auch gleich vier unterschiedliche Kanäle, denn auf jedem kann ich mich ganz anders ausdrücken und Leute ansprechen.

Zu Beginn meiner „Instagram-Karriere“ wollte ich noch einer großen Zielgruppe gefallen, heute empfehle ich die Nische. Daher steht noch vor der weißen Leinwand, die große Frage, was möchte ich damit? Wen möchte ich überhaupt erreichen?

Je spezifischer Deine Antwort ist, umso leichter ist es Content zu erstellen. Die Einschränkung bedeutet unglaublich viel Freiheit, denn ich muss nicht ins Unendliche sprechen.

Ganz ähnlich machen es die Magazine auch. Sie haben eine genaue Vorstellung für welche Zielgruppe, sie ihr Heft gestalten und richten sich thematisch ausschließlich danach. Oder hast Du schon mal ein Fitnessmagazin für Männer mit neuesten Modetrends für Frauen gesehen? Ich bisher noch nicht. Das wäre auch irgendwie irreführend, ganz besonders bei der Vermarktung. Aber genau das müssen die „echten“ Magazine machen. Sich vermarkten.

Dies ist mit der größte Unterschied, denn als Instagram-Chefredakteurin bin ich weniger bis gar nicht getrieben von Anzeigenkunden. Ich kann frei gestalten und muss auf niemanden Rücksicht nehmen bei meiner Umsetzung. Meine harte Währung sind dafür, die Leute, die ich mit meinem Kanal erreiche. Als Unternehmensaccount möchte ich auf mich aufmerksam machen und meine „Ware“ quasi durch die Hintertür feilbieten. Es kommt mir daher zugute meine Zielgruppe vorab festzulegen und sie mit den Themen, die sie auch interessieren zum Bleiben zu bewegen.

 

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Der Redaktionsplan

Selbstverständlich ist eine Regelmäßigkeit beim Posten von Vorteil, es soll schließlich lohnen, mein Onlinemagazin zu abonnieren. Daher plane ich meinen Content wie die Magazine auch im Voraus und habe einen richtigen Redaktionsplan. Dort ist aber noch genug Platz für tagesaktuelle Themen, so dass ich immer auch spontan reagieren kann.

Die Leserbriefe

Die Spontanität brauche ich außerdem, um genügend Zeit für den Austausch mit den Lesern zu haben. Sie geben mir direktes Feedback, ob meine Inhalte passen und stellen Fragen, die ich wieder für neuen Content verwenden kann. Dieser Austausch ist mir daher auch besonders wichtig, weil es wie eine ständige (und kostenfreie) Marktanalyse meiner Inhalte ist. Ich bekomme neue Impulse, Ideen und auch Ansätze, einfach indem ich zuhöre/ lese.

Der Austausch mit den Followern ist wie eine kostenfreie Marktanalyse für mich. 

Warum ziehe ich nun überhaupt diesen Vergleich zu einem Redaktionsalltag?

Der Grund ist der, dass ich besonders Accounts, die Instagram beruflich nutzen möchten, von Beginn an empfehle, das nicht nur so Larifari zu betreiben. Jedes Magazin braucht einen Plan und Regelmäßigkeit, sonst braucht man gar nicht erst zu starten. Es ist nichts für einfach mal nebenher.

Wenn Du es aber mit voller Inbrunst startest, ist es ein perfekter Ort Deiner Kreativität freien Lauf zu lassen und ganz eng mit Deiner Zielgruppe zu agieren. Ein Chefredakteur der VOGUE kann das nicht in dieser Form.

Du hast weitere Fragen zu Social Media und Deinem Unternehmen? Dann melde Dich immer gerne bei uns.

Geschrieben von Mary Rudloff