Wie verhandle ich besser als Influencer?

Über Geld spricht man nicht! Warum eigentlich nicht? Zumindest auf der „großen Bühne“ wird uns von klein auf an eingebläut nur hinter vorgehaltener Hand darüber zu reden.

Ich sag` Dir was: Die meisten Anfragen an mich, drehen sich um das Thema Geldverdienen als Influencer. Ganz egal, ob ein Unternehmen an mich herantritt, um sich beraten zu lassen oder ein Blogger; alle möchten über Geld und Geldverdienen sprechen.

Die meisten Fragen drehen sich ums Geld. 

Jede Anfrage ist dabei so individuell, wie jeder von uns nun mal ist. Denn schließlich ist ganz besonders der Influencer-Relation-Bereich hochemotional und vielschichtig – eben weil er von Menschen gemacht wird. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die sich herauskristallisieren, warum es bei den einen besser funktioniert als bei den anderen.

Hier daher meine fünf häufigsten Fehler bei Kooperationsverhandlungen als Blogger und wie Du sie vermeidest:

Geldverdienen als Influencer

Ich kenne meine Preise nicht

Wie verdiene ich Geld als Influencer

Tatsächlich ist das der häufigste Fehler. Aber wie möchtest Du mit jemanden verhandeln, wenn Du nicht weißt, was Deine Leistung wert ist? Ich gebe zu, dass es oft schwer ist (gerade zu Beginn), den Arbeitsumfang einzuschätzen. Allerdings ist, das falscheste, was Du bei Anfragen antworten kannst „Sag Du mal, ich weiß es nicht.“ Das macht Dich auf der einen Seite total unglaubwürdig, wenn nicht sogar unmündig und auf den anderen Seiten, ist es geradezu eine Einladung, Dich mit einem Goodie oder noch wenig abzuspeisen. Fakt ist, Du sollst Werbung für jemanden machen. Die Person hat Dich aus einem bewussten Grund angefragt, nämlich den, dass Du die richtige Zielgruppe und Plattform hast. Du kannst daher selbstbewusst antworten und überlegen, wie viel Arbeitszeit Du dafür investierst. In meinem Interview mit Influencer @jagta8 sind noch mal ein paar Hinweise zum Influencer-Alltag, die Dir helfen können, den Arbeitsaufwand einzuschätzen. Es gibt aber mittlerweile auch Beratungsangebote, die Dir Tipps zum Geldverdienen als Influencer geben können.

Zickigkeit

Selbstbewusst verhandeln, ist allerdings nicht gleichzusetzen mit Zickigkeit. Das ist nämlich leider der zweithäufigste Grund, warum Kunden sich gegen eine Zusammenarbeit entscheiden. Warum auch nicht? Es gibt mittlerweile nämlich so viele Blogs und Influencer, die alle miteinander konkurrieren. Freundlichkeit, Service und Kompetenz stechen daher Überheblichkeit meistens aus. Genauso wie …

Überteuerte Preise

 

Ja, was denn nun. Ich sehe Dich just mit den Augen rollen und sich fragen, was ist denn zu teuer. Das ist schwer in ein/ zwei Sätzen zusammenzufassen und hängt von einigen Faktoren ab. Ich würde Dir daher sehr empfehlen, Dich dahingehend beraten zu lassen. Meine Erfahrung ist, dass der Preis sich nicht IMMER nach der Reichweite richtet, sondern auch nach:

  • Qualität Deiner Bilder, Texte, Videos etc.
  • Aufwand
  • Art der Einbindung (Interview, Video, Produktbilder etc.)
  • Kunde/ Produkt

Du siehst, es ist sehr komplex und für nachhaltigen Erfolg von verschiedenen Faktoren abhängig. Für mich ist aber immer wichtig zu vermitteln, dass Du auch mit 100 Followern/ Besuchern, ein Bewusstsein für deinen Warenwert haben solltest und Dich bei Interesse an Kooperationspartnern als Dienstleister mit Prinzipien verstehst. Du musst daher nämlich nicht zu allem ja und Amen sagen. Ganz im Gegenteil, überlege Dir, was Du möchtest und wie Du es erreichen kannst.

Ideenlosigkeit

Nichts ist schlimmer als ein Blogger, der keine eigenen Ideen bei Anfragen hat. Hui, da gruselt es mich richtig. Du solltest daher bei jeder Anfrage immer als erstes überlegen:

Passt das zu mir?

Wie kann ich das authentisch einbinden?

Wenn Du bei beiden Fragen ein Leerbild hast, sag´ die Anfrage lieber ab. Schließlich sind Deine Follower an Deine Art zu sprechen gewöhnt und folgen Dir aus genau diesem Grund. Wenn Du Dich verbiegst (nur wegen der Kohle), wird das ein wortwörtlicher Satz mit x. Deine Follower werden Dich nämlich abstrafen und Dein Kunde ist unzufrieden. Das Engagement von Dir ist daher das A und O bei einer guten Zusammenarbeit.

Blogkooperationen erfolgreich verhandeln

Absagen nachdem Du zugesagt hast

 

Du solltest daher immer vorab überlegen, ob Du Zeit und Lust hast, Deinen Teil zu leisten. Womit Du endgültig raus bist, sind nämlich Absagen oder Desinteresse nach einer rechtsgültigen Zusage. Du glaubst gar nicht, wie klein diese „Influencer-Kunden-Welt“ ist. Es spricht sich SEHR SEHR schnell rum, wer launisch und unzuverlässig ist. Einen neuen Fuß in die Tür zu bekommen, ist meistens schwer. Wenn Du daher unsicher bist, gerade viel daheim zu tun hast oder nur aus Just for Fun posten möchtest, würde ich immer empfehlen, offizielle Anfragen von Beginn an abzusagen. Du verbaust Dir einfach keinerlei Türen für die Zukunft.

Im Grunde sind diese fünf Tipps auch nichts Neues. Dennoch sind sie keine Seltenheit, sondern die Regel. Kooperationen zu verhandeln heißt eben auch einen Plan zu haben. Idealer Weise sollte der Plan über die kommenden Tage hinausgehen.

  • Was möchte ich mit meiner Seite erreichen?
  • Wen und wie möchte ich das erreichen?

Eine langfristige Strategie ist daher auch hier die Basis für Erfolg.

Solltest Du Fragen haben, melde Dich immer gerne.

Bis dahin,

SALUT und Ahoi

Mary-Ellen

Bildquelle: Jeremy Moeller

SALUT Communications ist eine Beratungsagentur für digitale Medien mit Sitz in Hamburg. Mit individuellen Beratungen kommen wir persönlich zu Ihnen ins Haus, um Anregungen für Ihr Team zu bringen, neue Möglichkeiten aufzuzeigen oder Strategien zu erarbeiten. Alle Beratungen finden immer unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit statt. Diskretion und nachhaltiger Erfolg für unsere Kunden ist eines unserer wichtigsten Säulen der Zusammenarbeit.

Geschrieben von Mary Rudloff